Spaziergang über die Alte Brücke

Die anmutige Bogenbrücke von Heidelberg, bekannt als die Alte Brücke, verbindet die Ufer des Neckars und ist ein bekanntes Wahrzeichen von Heidelberg. Ich war schon seit einiger Zeit von Fotos der Brücke fasziniert, und sie war einer der Gründe, warum ich mich entschied, die Stadt zu besuchen.

Die heutige Brücke ist die neunte, die an dieser Stelle errichtet wurde. Frühere Versionen aus Holz brannten ab, aber diese, 1788 aus Sandstein gebaut, überlebte. Die hohen, weißen Wälle auf der Stadtseite stammen von einer mittelalterlichen Variante der Brücke. Sie sind von nah und fern sichtbar.

Wenn Sie auf der Brücke entlang spazieren, sehen Sie eine Skulptur der römischen Göttin Minerva sowie Skulpturen, die wichtige Flüsse darstellen. Auf der Stadtseite der Brücke, neben den Türmen, ist eine Bronzeskulptur eines Affen, der einen Spiegel hält, eine beliebte Attraktion. Es heißt, dass man nach Heidelberg zurückkehrt, wenn man seine Hörner berührt – und wenn man den Spiegel berührt, wird man reich. Wie kann man sich das entgehen lassen?

Profi-Tipp: Gehen Sie bei Sonnenaufgang zur Alten Brücke. Ich bin von meinem Hotel aus alleine gelaufen und habe nur zwei andere auf der Brücke gefunden, nachdem ich am Tag zuvor gegen Menschenmassen gekämpft hatte. Später am Tag ging ich zurück, und die Brücke wimmelte wieder von Menschen. Gehen Sie früh hin, fangen Sie das Licht auf dem schimmernden Fluss ein und genießen Sie die Ruhe an diesem historischen Ort. Es ist unvergesslich.

Erkunden Sie das Heidelberger Schloss

Auf einem Hügel über der Altstadt gelegen, ist das Heidelberger Schloss in jedem Licht schön. Sehen Sie es erst aus der Ferne und planen Sie dann einen Besuch. Ruhig über der Stadt thronend, wacht diese romantische Schlossruine heute wie schon seit dem 13.Jahrhundert. Sie ist aus rotem Sandstein gebaut, was den vielen Gebäuden ein einheitliches Aussehen verleiht.

Die Burg hat eine dunkle Geschichte. Die Unruhen gehen auf die Herrschaft von Friedrich V. zurück, der 1619 den böhmischen Thron an sich riss. Der Romancier Victor Hugo schrieb über die „Kämpfe und unendlichen Mühen“ der Burg, die unter der Belagerung durch die Österreicher und andere litt. Schließlich wurden 1689 die Türme und Mauern, die Wellen der Zerstörung überstanden hatten, von den Franzosen gesprengt. Viel später, nach vielen Diskussionen, einigten sich die Deutschen darauf, die Burg als Ruine zu erhalten und nicht zu restaurieren.

Nehmen Sie sich einen halben Tag Zeit, um durch die dachlosen Räume der Burg und die Gärten zu wandern. Gegen ein geringes Entgelt werden Führungen angeboten. Diese führen Sie ins Innere des Friedrichsbaus, der zeigt, wie das Leben auf der Burg damals war.

Das Deutsche Apothekermuseum im Schloss beherbergt die vollständig erhaltenen Innenräume historischer Apotheken des 17., 18. und 19. Wussten Sie, dass im 16. Jahrhundert pulverisierte Mumie als Heilmittel für Husten, Halsschmerzen, gebrochene Herzen, Schüttelfrost und Kopfschmerzen verwendet wurde?

Im Innenhof befindet sich ein kleines Café mit einem alten Ziegelofen. Ich genoss ein leckeres Mittagessen am Ende unserer Tour. Und natürlich gibt es deutsches Bier! Sie können auch einen Kaffee oder ein schnelles Mittagessen an einem Essensstand vor dem Schlosseingang kaufen.

Für weitere Informationen über Öffnungszeiten und Eintrittskarten besuchen Sie die Website des Heidelberger Schlosses. Sie können auch mehr über die Ausstellungen und die Geschichte des Schlosses erfahren.